VerkehrszeichenSchweiz
276. Alkohol
Alkohol beeinträchtigt Urteilsvermögen, Reaktionszeit, Koordination, Konzentration und Sehvermögen und macht das Fahren gefährlich, noch bevor sich eine Person betrunken fühlt. Die zulässige Alkoholgrenze unterscheidet sich zwischen Ländern und kann für Berufskraftfahrer, Fahranfänger oder junge Fahrer niedriger sein. Am sichersten ist es, vor dem Fahren keinen Alkohol zu trinken. Wer Alkohol konsumiert hat, sollte eine nüchterne Fahrperson, öffentliche Verkehrsmittel oder ein Taxi nutzen.
277. Alkoholkontrolle
Eine Alkoholkontrolle ist eine Verkehrskontrolle, mit der festgestellt wird, ob ein Fahrer Alkohol konsumiert hat und ob die gesetzliche Alkoholgrenze überschritten ist. Die Polizei kann ein Vortestgerät, einen Atemtest, eine Atemalkoholanalyse oder in bestimmten Situationen eine Blutuntersuchung einsetzen. Verfahren und Grenzwerte unterscheiden sich zwischen Ländern. Fahrer müssen normalerweise bei rechtmäßig angeordneten Tests mitwirken; die Verweigerung eines zulässigen Alkoholtests kann selbst Sanktionen nach sich ziehen.
278. Alkohol-Interlock
Ein Alkohol-Interlock, auch Alkohol-Wegfahrsperre oder Alcolock genannt, ist ein Atemalkohol-Messgerät, das mit dem Startsystem eines Fahrzeugs verbunden ist. Vor dem Start muss der Fahrer eine Atemprobe abgeben, deren Alkoholwert unter einem programmierten Grenzwert liegt. Das Gerät kann während einer Fahrt weitere Tests verlangen und Informationen über Tests, Fehlversuche und mögliche Manipulationen speichern. Alkohol-Interlocks werden in manchen Ländern als Sicherheitsmaßnahme oder gesetzliche Auflage für Fahrer nach Alkoholdelikten eingesetzt.
279. Atemalkohol-Vortest
Ein Atemalkohol-Vortest ist ein vorläufiger Test am Straßenrand, mit dem Alkohol in der Atemluft festgestellt und entschieden wird, ob eine weitere Messung erforderlich ist. Die Person bläst in ein tragbares Testgerät, das den Alkoholwert mit festgelegten Schwellenwerten vergleicht. Ein solcher Atemtest dient üblicherweise der Kontrolle und nicht als abschließende beweissichere Messung. Wird der maßgebliche Grenzwert erreicht, kann eine genauere Atemalkoholanalyse oder ein anderer rechtlich anerkannter Test folgen.
280. Atemalkoholanalyse
Eine Atemalkoholanalyse ist eine genaue Messung der Alkoholkonzentration in der ausgeatmeten Luft. Anders als ein vorläufiger Atemtest, der vor allem der Kontrolle dient, wird die Atemalkoholanalyse mit einem zugelassenen beweissicheren Messgerät durchgeführt und liefert einen Messwert, der für die Ahndung verwendet werden kann. Das Ergebnis wird häufig in Milligramm Alkohol pro Liter Atemluft angegeben; Verfahren und gesetzliche Grenzwerte unterscheiden sich jedoch zwischen Ländern.
281. Blutalkoholkonzentration
Die Blutalkoholkonzentration (BAK) gibt an, wie viel Alkohol sich im Blut einer Person befindet. Sie wird häufig als Prozentwert, Gramm pro Liter oder Promille (‰) angegeben. Alkohol kann Urteilsvermögen, Reaktionszeit, Koordination und Sehvermögen bereits beeinträchtigen, bevor der gesetzliche BAK-Grenzwert erreicht ist. Die gesetzlichen Grenzwerte unterscheiden sich zwischen Ländern und können für Berufskraftfahrer, Fahranfänger oder junge Fahrer niedriger sein.
282. Blutuntersuchung
Eine Blutuntersuchung kann verwendet werden, um die Alkoholkonzentration im Blut einer Person zu bestimmen. Eine medizinische Fachkraft entnimmt eine Blutprobe, die anschließend im Labor zur Bestimmung der Blutalkoholkonzentration (BAK) untersucht wird. Im Straßenverkehr kann eine Blutprobe eingesetzt werden, wenn Atemtests nicht möglich oder ungeeignet sind, nach einem Unfall oder als Gegenanalyse zu einem Atemmessergebnis. Wann eine Blutuntersuchung verlangt werden darf und welche Alkoholgrenzen gelten, unterscheidet sich zwischen Ländern.
283. Speicheltest
Ein Speicheltest ist ein Kontrolltest am Straßenrand zum Nachweis des kürzlichen Konsums bestimmter Drogen, die die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen können. Eine Speichelprobe wird aus dem Mund entnommen und mit einem tragbaren Gerät auf festgelegte Substanzen untersucht. Der Test dient normalerweise als erste Kontrolle und nicht als abschließende beweissichere Analyse. Bei einem positiven Ergebnis kann eine genauere Speichelanalyse oder unter bestimmten Umständen eine Blutuntersuchung folgen.
284. Drogen
Drogen können das Fahren erheblich beeinträchtigen, indem sie Wahrnehmung, Konzentration, Reaktionszeit, Koordination und Urteilsvermögen verändern. Stimulanzien, Cannabis, Opioide und andere psychoaktive Substanzen können jeweils unterschiedliche Auswirkungen haben; die Kombination mit Alkohol oder anderen Stoffen kann das Risiko zusätzlich erhöhen. Die Wirkung kann anhalten, auch wenn sich die Person nicht mehr berauscht fühlt. Die gesetzlichen Regelungen unterscheiden sich zwischen Ländern, doch Fahrer sollten niemals fahren, wenn eine Substanz ihre sichere Fahrzeugkontrolle beeinträchtigt.
285. Medikamente
Medikamente können die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen, selbst wenn sie ärztlich verschrieben oder rezeptfrei erhältlich sind. Manche Mittel verursachen Müdigkeit, Schwindel, verschwommenes Sehen, geringere Konzentration, verlangsamte Reaktionen oder eingeschränkte Koordination und Urteilsfähigkeit. Fahrer sollten die Packungsbeilage lesen, die verordnete Dosis einhalten und bei Unsicherheit einen Arzt oder Apotheker fragen, ob das Fahren sicher ist. Besondere Vorsicht ist beim Beginn einer neuen Medikation, bei Dosisänderungen sowie bei der Kombination mehrerer Medikamente oder von Medikamenten mit Alkohol erforderlich.
286. Sanktionen
Sanktionen sind rechtliche Folgen für Verstöße gegen Verkehrsvorschriften. Je nach Verstoß und Land können dazu Verwarnungen, Geldbußen, Punkte, Führerscheinentzug, Fahrverbote, Stilllegung des Fahrzeugs oder gerichtliche Verfahren gehören. Die Schwere der Sanktion hängt meist von Faktoren wie der verursachten Gefahr, früheren Verstößen und der Schwere des Fehlverhaltens ab. Manche Verstöße können unmittelbar von der Polizei geahndet werden, während schwerere Fälle vor Gericht entschieden werden.
287. Geschwindigkeitsüberschreitung
Eine Geschwindigkeitsüberschreitung liegt vor, wenn schneller gefahren wird, als es die Verkehrsvorschriften oder ein ausgeschildertes Tempolimit erlauben. Höhere Geschwindigkeiten verkürzen die Reaktionszeit, verlängern den Anhalteweg und erhöhen die Schwere von Unfällen. Fahrer müssen ihre Geschwindigkeit außerdem an Verkehr, Sicht, Wetter und Straßenbedingungen anpassen; selbst die zulässige Höchstgeschwindigkeit kann deshalb in einer konkreten Situation zu hoch sein. Sanktionen unterscheiden sich zwischen Ländern und können davon abhängen, wie stark die Grenze überschritten wurde und wo der Verstoß stattfand.
288. Rauchen
Rauchen während der Fahrt kann ablenken, weil eine Hand beschäftigt ist, die Aufmerksamkeit von der Straße genommen wird und Rauch, Asche oder herunterfallende Gegenstände im Fahrzeug entstehen können. Tabakrauch verschlechtert zudem die Luftqualität und setzt Mitfahrende Passivrauch aus. Manche Länder beschränken oder verbieten das Rauchen im Fahrzeug, insbesondere wenn Kinder mitfahren. Fahrer müssen jederzeit die volle Kontrolle über das Fahrzeug behalten und Tätigkeiten vermeiden, die das sichere Fahren beeinträchtigen.
289. Verkehrsüberwachungskamera
Eine Verkehrsüberwachungskamera ist ein automatisches oder fernbedientes Kamerasystem zur Erkennung von Verkehrsverstößen. Je nach System können Kameras die Geschwindigkeit messen, Rotlichtverstöße erkennen, Kennzeichen lesen oder anderes verbotenes Verhalten überwachen. Manche Kameras messen ein Fahrzeug an einem einzelnen Punkt, während Systeme wie die Abschnittskontrolle die Durchschnittsgeschwindigkeit über eine längere Strecke bestimmen. Welche Kameras eingesetzt werden, welche Verstöße sie erfassen und wie die Ahndung erfolgt, unterscheidet sich zwischen Ländern.
290. Doppelkurve
Eine Doppelkurve ist ein Straßenabschnitt mit zwei unmittelbar aufeinanderfolgenden Kurven in entgegengesetzte Richtungen. Die erste Kurve kann nach links und anschließend nach rechts verlaufen oder umgekehrt.
Dasselbe Warnzeichen kann auch auf eine längere Folge von Kurven hinweisen. Fahrer sollten vor der ersten Kurve die Geschwindigkeit reduzieren, in ihrer Fahrspur bleiben und damit rechnen, dass die folgenden Kurven unterschiedliche Richtung, Schärfe und Länge haben.
291. Unfall
Ein Unfall ist ein unerwartetes Ereignis mit einem oder mehreren Verkehrsteilnehmern, bei dem Sachschaden, Verletzungen oder beides entstehen. Nach einem Verkehrsunfall hat Sicherheit Vorrang: anhalten, die Unfallstelle sichern, verletzten Personen soweit möglich helfen und bei Bedarf die Rettungsdienste verständigen. Fahrer sollten zusätzliche Gefahren vermeiden, die erforderlichen Informationen austauschen und die örtlichen Meldevorschriften beachten. Bei schweren Unfällen kann vorgeschrieben sein, dass Fahrzeuge bis zum Eintreffen der Polizei an ihrer Position bleiben.
292. Verletzungen
Verletzungen nach einem Verkehrsunfall können von kleinen Schnitt- und Schürfwunden bis zu schweren oder lebensbedrohlichen Verletzungen reichen. Vorrang hat, weitere Gefahren zu verhindern, bei Bedarf den Notruf zu wählen und im Rahmen der eigenen Fähigkeiten geeignete Hilfe zu leisten. Eine schwer verletzte Person sollte nicht unnötig bewegt werden, wenn eine Kopf-, Hals- oder Wirbelsäulenverletzung möglich ist, außer wenn unmittelbare Gefahr besteht. Anweisungen der Leitstelle oder geschulter Helfer sind zu befolgen. Auch scheinbar leichte Verletzungen können eine medizinische Untersuchung erfordern, weil Symptome verzögert auftreten können.
293. Nasenbluten
Nasenbluten ist eine Blutung aus einem oder beiden Nasenlöchern und entsteht meist durch kleine Blutgefäße in der Nase. Die meisten Fälle sind harmlos, können einen Fahrer jedoch ablenken und die Weiterfahrt unsicher machen. Beginnt Nasenbluten während der Fahrt, sollte man möglichst an einer sicheren Stelle anhalten. Aufrecht sitzen, leicht nach vorn beugen und den weichen Teil der Nase etwa 10–15 Minuten ohne Unterbrechung zusammendrücken. Den Kopf nicht nach hinten legen, da Blut in den Rachen laufen kann. Bei starker Blutung, nach einer schweren Verletzung oder wenn die Blutung nicht aufhört, ist medizinische Hilfe erforderlich.
294. Schäden
Schäden nach einem Verkehrsunfall können Fahrzeuge, Straßeninfrastruktur oder anderes Eigentum betreffen. Sie reichen von kleinen Kratzern oder Beulen bis zu schweren Beschädigungen, die ein Fahrzeug fahruntauglich machen. Bei einem Unfall mit reinem Sachschaden sollten Fahrer die Stelle sichern, die erforderlichen Informationen austauschen, den Hergang dokumentieren und bei Bedarf die Versicherung informieren. Ein beschädigtes Fahrzeug darf nicht weitergefahren werden, wenn Mängel an Beleuchtung, Reifen, Lenkung, Bremsen, Scheiben oder anderen sicherheitsrelevanten Teilen die Weiterfahrt unsicher machen.
295. Panne
Eine Panne liegt vor, wenn ein Fahrzeug wegen eines mechanischen, elektrischen oder anderen technischen Problems nicht mehr sicher weiterfahren kann. Wenn möglich, sollte das Fahrzeug aus dem fließenden Verkehr gebracht, die Warnblinkanlage eingeschaltet und andere Verkehrsteilnehmer gewarnt werden. Auf Straßen mit hoher Geschwindigkeit sollte das Fahrzeug nur verlassen werden, wenn dies sicher möglich ist; anschließend sollte man an einem geschützten Ort abseits des Verkehrs warten. Bei Bedarf Pannenhilfe oder Rettungsdienste verständigen und keine Reparaturen durchführen, die einen selbst oder andere gefährden.
296. Warndreieck
Ein Warndreieck ist eine tragbare reflektierende Sicherheitseinrichtung, die den herannahenden Verkehr vor einem stehenden, liegengebliebenen oder verunfallten Fahrzeug oder einem anderen Hindernis auf der Straße warnt. Es sollte weit genug vor der Gefahrenstelle aufgestellt werden, damit andere Fahrer rechtzeitig reagieren können, und gut sichtbar bleiben. Der vorgeschriebene Abstand und die Situationen, in denen ein Warndreieck verwendet werden muss, unterscheiden sich zwischen Ländern; Fahrer sollten die örtlichen Regeln kennen und das Warndreieck im Fahrzeug leicht zugänglich aufbewahren.
297. Verkehrsregeln
Verkehrsregeln sind Gesetze und Vorschriften, die das Verhalten von Verkehrsteilnehmern auf öffentlichen Straßen bestimmen. Sie regeln unter anderem Geschwindigkeit, Vorfahrt, Überholen, Parken, Ampeln, Verkehrszeichen, Fahrstreifennutzung und die Pflichten von Fahrern, Radfahrern und Fußgängern. Verkehrsregeln sollen den Verkehr ordnen, Konflikte verringern und die Verkehrssicherheit verbessern. Sie unterscheiden sich zwischen Ländern und teilweise auch zwischen Regionen, weshalb Verkehrsteilnehmer die am jeweiligen Ort geltenden Regeln kennen sollten.
298. Fahrschule
Eine Fahrschule ist eine Einrichtung, die Fahrschüler professionell in Theorie und Praxis ausbildet. Qualifizierte Fahrlehrer vermitteln Verkehrsregeln, Fahrzeugbedienung, Beobachtung, Fahrmanöver und sicheres Fahren im realen Verkehr. Je nach Land und Führerscheinklasse können Fahrschulstunden freiwillig, Voraussetzung für einen vorläufigen Führerschein oder nach wiederholtem Nichtbestehen einer Prüfung verpflichtend sein. Fahrschulen bereiten Kandidaten auf die amtlichen Prüfungen vor; die Prüfungen selbst werden üblicherweise von einer unabhängigen Prüfstelle oder Führerscheinbehörde durchgeführt.
299. Verkehrszeichen
Ein Verkehrszeichen ist ein standardisiertes visuelles Zeichen entlang einer Straße, das Fahrer, Radfahrer und Fußgänger leitet, warnt oder ihr Verhalten regelt. Verkehrszeichen vermitteln wichtige Informationen über Straßenverhältnisse, Vorschriften, Richtungen und mögliche Gefahren und tragen damit zu Sicherheit und einem geordneten Verkehrsablauf bei. Sie besitzen unterschiedliche Formen und Farben, etwa dreieckige Warnzeichen, runde Verbots- oder Gebotszeichen und rechteckige Hinweiszeichen, die jeweils auf schnelle Erkennbarkeit und eindeutiges Verständnis ausgelegt sind.

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