VerkehrszeichenNorwegen
201. Epilepsie
Epilepsie ist eine neurologische Erkrankung, die wiederkehrende Anfälle verursachen kann. Dabei können sich Bewusstsein, Bewegung, Wahrnehmung oder Bewusstseinslage verändern. Da ein Anfall vorübergehend die sichere Kontrolle über ein Fahrzeug unmöglich machen kann, kann Epilepsie die Fahreignung und Führerscheinanforderungen beeinflussen. Die Regeln unterscheiden sich zwischen Ländern und hängen üblicherweise von Faktoren wie Art des Anfalls, Dauer der Anfallsfreiheit, Behandlung und ärztlicher Beurteilung ab. Wer einen Anfall erlebt, sollte die geltenden Fahrvorschriften beachten und vor einer erneuten Fahrt medizinischen Rat einholen.
202. Nachtblindheit
Nachtblindheit, auch Nyktalopie genannt, ist eine verminderte Sehfähigkeit bei Dunkelheit oder schwachem Licht. Dadurch können Fußgänger, Radfahrer, Fahrbahnmarkierungen, Kurven oder Hindernisse bei Nacht und in der Dämmerung schwerer erkannt werden. Nachtblindheit kann verschiedene Ursachen haben, darunter bestimmte Augenerkrankungen, Vitaminmangel oder Netzhautprobleme. Fahrer, die bei wenig Licht schlecht sehen, sollten nicht fahren, wenn ihre Sicht unzureichend ist, und augenärztlichen Rat einholen.
203. Sehbeeinträchtigung
Eine Sehbeeinträchtigung ist eine Einschränkung des Sehvermögens, die die Fähigkeit beeinträchtigen kann, deutlich zu sehen, Entfernungen einzuschätzen, Bewegungen wahrzunehmen oder Gefahren zu erkennen. Sie kann eine verminderte Sehschärfe, ein eingeschränktes Gesichtsfeld, geringe Kontrastempfindlichkeit, Doppelbilder oder Schwierigkeiten beim Sehen bei wenig Licht umfassen. Da sicheres Fahren stark vom Sehvermögen abhängt, müssen Fahrer die in ihrem Land vorgeschriebenen Mindestanforderungen erfüllen und bei Bedarf Brille, Kontaktlinsen oder andere zugelassene Sehhilfen verwenden.
204. Müdigkeit
Müdigkeit verringert Konzentration, Reaktionsgeschwindigkeit, Urteilsvermögen und die Fähigkeit, während der Fahrt aufmerksam zu bleiben. Sie kann nach langer Fahrzeit, bei Schlafmangel, Krankheit, unregelmäßigen Arbeitszeiten oder beim Fahren zu Zeiten entstehen, in denen der Körper normalerweise Ruhe erwartet. Warnzeichen sind häufiges Gähnen, schwere Augenlider, Schwierigkeiten, Geschwindigkeit oder Spur konstant zu halten, und Erinnerungslücken an Teile der Fahrt. Fahrer sollten bei ersten Anzeichen von Müdigkeit anhalten und sich ausruhen und sich nicht auf Koffein, frische Luft oder laute Musik als Ersatz für Schlaf verlassen.
205. Mängel
Mängel sind Fehler, Schäden oder Verschleiß, die Sicherheit, Verkehrstauglichkeit oder technische Vorschriftsmäßigkeit eines Fahrzeugs beeinträchtigen können. Sie können Reifen, Bremsen, Beleuchtung, Lenkung, Fahrwerk, Scheiben, Karosserie, elektrische Systeme oder andere Bauteile betreffen. Manche Mängel sind geringfügig und sollten möglichst bald behoben werden; schwere oder gefährliche Mängel können das Fahrzeug fahruntauglich machen. Fahrer sollten ihr Fahrzeug regelmäßig kontrollieren und Probleme beheben, bevor daraus ein Sicherheitsrisiko entsteht.
206. Verkehrsverstoß
Ein Verkehrsverstoß ist eine Handlung, die gegen eine Verkehrsvorschrift verstößt, beispielsweise zu schnelles Fahren, das Missachten eines Verkehrszeichens, die Benutzung eines verbotenen Geräts während der Fahrt oder die Verletzung einer Vorfahrtspflicht. Verstöße unterscheiden sich in ihrer Schwere und können je nach Land Verwarnungen, Geldbußen, Punkte, Führerscheinentzug oder andere Sanktionen nach sich ziehen. Schwerwiegendes Verhalten, das andere Verkehrsteilnehmer stark gefährdet, kann zu höheren Strafen oder strafrechtlichen Verfahren führen.
207. Alkohol
Alkohol beeinträchtigt Urteilsvermögen, Reaktionszeit, Koordination, Konzentration und Sehvermögen und macht das Fahren gefährlich, noch bevor sich eine Person betrunken fühlt. Die zulässige Alkoholgrenze unterscheidet sich zwischen Ländern und kann für Berufskraftfahrer, Fahranfänger oder junge Fahrer niedriger sein. Am sichersten ist es, vor dem Fahren keinen Alkohol zu trinken. Wer Alkohol konsumiert hat, sollte eine nüchterne Fahrperson, öffentliche Verkehrsmittel oder ein Taxi nutzen.
208. Alkoholkontrolle
Eine Alkoholkontrolle ist eine Verkehrskontrolle, mit der festgestellt wird, ob ein Fahrer Alkohol konsumiert hat und ob die gesetzliche Alkoholgrenze überschritten ist. Die Polizei kann ein Vortestgerät, einen Atemtest, eine Atemalkoholanalyse oder in bestimmten Situationen eine Blutuntersuchung einsetzen. Verfahren und Grenzwerte unterscheiden sich zwischen Ländern. Fahrer müssen normalerweise bei rechtmäßig angeordneten Tests mitwirken; die Verweigerung eines zulässigen Alkoholtests kann selbst Sanktionen nach sich ziehen.
209. Alkohol-Interlock
Ein Alkohol-Interlock, auch Alkohol-Wegfahrsperre oder Alcolock genannt, ist ein Atemalkohol-Messgerät, das mit dem Startsystem eines Fahrzeugs verbunden ist. Vor dem Start muss der Fahrer eine Atemprobe abgeben, deren Alkoholwert unter einem programmierten Grenzwert liegt. Das Gerät kann während einer Fahrt weitere Tests verlangen und Informationen über Tests, Fehlversuche und mögliche Manipulationen speichern. Alkohol-Interlocks werden in manchen Ländern als Sicherheitsmaßnahme oder gesetzliche Auflage für Fahrer nach Alkoholdelikten eingesetzt.
210. Atemalkohol-Vortest
Ein Atemalkohol-Vortest ist ein vorläufiger Test am Straßenrand, mit dem Alkohol in der Atemluft festgestellt und entschieden wird, ob eine weitere Messung erforderlich ist. Die Person bläst in ein tragbares Testgerät, das den Alkoholwert mit festgelegten Schwellenwerten vergleicht. Ein solcher Atemtest dient üblicherweise der Kontrolle und nicht als abschließende beweissichere Messung. Wird der maßgebliche Grenzwert erreicht, kann eine genauere Atemalkoholanalyse oder ein anderer rechtlich anerkannter Test folgen.
211. Atemalkoholanalyse
Eine Atemalkoholanalyse ist eine genaue Messung der Alkoholkonzentration in der ausgeatmeten Luft. Anders als ein vorläufiger Atemtest, der vor allem der Kontrolle dient, wird die Atemalkoholanalyse mit einem zugelassenen beweissicheren Messgerät durchgeführt und liefert einen Messwert, der für die Ahndung verwendet werden kann. Das Ergebnis wird häufig in Milligramm Alkohol pro Liter Atemluft angegeben; Verfahren und gesetzliche Grenzwerte unterscheiden sich jedoch zwischen Ländern.
212. Blutalkoholkonzentration
Die Blutalkoholkonzentration (BAK) gibt an, wie viel Alkohol sich im Blut einer Person befindet. Sie wird häufig als Prozentwert, Gramm pro Liter oder Promille (‰) angegeben. Alkohol kann Urteilsvermögen, Reaktionszeit, Koordination und Sehvermögen bereits beeinträchtigen, bevor der gesetzliche BAK-Grenzwert erreicht ist. Die gesetzlichen Grenzwerte unterscheiden sich zwischen Ländern und können für Berufskraftfahrer, Fahranfänger oder junge Fahrer niedriger sein.
213. Blutuntersuchung
Eine Blutuntersuchung kann verwendet werden, um die Alkoholkonzentration im Blut einer Person zu bestimmen. Eine medizinische Fachkraft entnimmt eine Blutprobe, die anschließend im Labor zur Bestimmung der Blutalkoholkonzentration (BAK) untersucht wird. Im Straßenverkehr kann eine Blutprobe eingesetzt werden, wenn Atemtests nicht möglich oder ungeeignet sind, nach einem Unfall oder als Gegenanalyse zu einem Atemmessergebnis. Wann eine Blutuntersuchung verlangt werden darf und welche Alkoholgrenzen gelten, unterscheidet sich zwischen Ländern.
214. Speicheltest
Ein Speicheltest ist ein Kontrolltest am Straßenrand zum Nachweis des kürzlichen Konsums bestimmter Drogen, die die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen können. Eine Speichelprobe wird aus dem Mund entnommen und mit einem tragbaren Gerät auf festgelegte Substanzen untersucht. Der Test dient normalerweise als erste Kontrolle und nicht als abschließende beweissichere Analyse. Bei einem positiven Ergebnis kann eine genauere Speichelanalyse oder unter bestimmten Umständen eine Blutuntersuchung folgen.
215. Drogen
Drogen können das Fahren erheblich beeinträchtigen, indem sie Wahrnehmung, Konzentration, Reaktionszeit, Koordination und Urteilsvermögen verändern. Stimulanzien, Cannabis, Opioide und andere psychoaktive Substanzen können jeweils unterschiedliche Auswirkungen haben; die Kombination mit Alkohol oder anderen Stoffen kann das Risiko zusätzlich erhöhen. Die Wirkung kann anhalten, auch wenn sich die Person nicht mehr berauscht fühlt. Die gesetzlichen Regelungen unterscheiden sich zwischen Ländern, doch Fahrer sollten niemals fahren, wenn eine Substanz ihre sichere Fahrzeugkontrolle beeinträchtigt.
216. Medikamente
Medikamente können die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen, selbst wenn sie ärztlich verschrieben oder rezeptfrei erhältlich sind. Manche Mittel verursachen Müdigkeit, Schwindel, verschwommenes Sehen, geringere Konzentration, verlangsamte Reaktionen oder eingeschränkte Koordination und Urteilsfähigkeit. Fahrer sollten die Packungsbeilage lesen, die verordnete Dosis einhalten und bei Unsicherheit einen Arzt oder Apotheker fragen, ob das Fahren sicher ist. Besondere Vorsicht ist beim Beginn einer neuen Medikation, bei Dosisänderungen sowie bei der Kombination mehrerer Medikamente oder von Medikamenten mit Alkohol erforderlich.
217. Sanktionen
Sanktionen sind rechtliche Folgen für Verstöße gegen Verkehrsvorschriften. Je nach Verstoß und Land können dazu Verwarnungen, Geldbußen, Punkte, Führerscheinentzug, Fahrverbote, Stilllegung des Fahrzeugs oder gerichtliche Verfahren gehören. Die Schwere der Sanktion hängt meist von Faktoren wie der verursachten Gefahr, früheren Verstößen und der Schwere des Fehlverhaltens ab. Manche Verstöße können unmittelbar von der Polizei geahndet werden, während schwerere Fälle vor Gericht entschieden werden.
218. Geschwindigkeitsüberschreitung
Eine Geschwindigkeitsüberschreitung liegt vor, wenn schneller gefahren wird, als es die Verkehrsvorschriften oder ein ausgeschildertes Tempolimit erlauben. Höhere Geschwindigkeiten verkürzen die Reaktionszeit, verlängern den Anhalteweg und erhöhen die Schwere von Unfällen. Fahrer müssen ihre Geschwindigkeit außerdem an Verkehr, Sicht, Wetter und Straßenbedingungen anpassen; selbst die zulässige Höchstgeschwindigkeit kann deshalb in einer konkreten Situation zu hoch sein. Sanktionen unterscheiden sich zwischen Ländern und können davon abhängen, wie stark die Grenze überschritten wurde und wo der Verstoß stattfand.
219. Rauchen
Rauchen während der Fahrt kann ablenken, weil eine Hand beschäftigt ist, die Aufmerksamkeit von der Straße genommen wird und Rauch, Asche oder herunterfallende Gegenstände im Fahrzeug entstehen können. Tabakrauch verschlechtert zudem die Luftqualität und setzt Mitfahrende Passivrauch aus. Manche Länder beschränken oder verbieten das Rauchen im Fahrzeug, insbesondere wenn Kinder mitfahren. Fahrer müssen jederzeit die volle Kontrolle über das Fahrzeug behalten und Tätigkeiten vermeiden, die das sichere Fahren beeinträchtigen.
220. Verkehrsüberwachungskamera
Eine Verkehrsüberwachungskamera ist ein automatisches oder fernbedientes Kamerasystem zur Erkennung von Verkehrsverstößen. Je nach System können Kameras die Geschwindigkeit messen, Rotlichtverstöße erkennen, Kennzeichen lesen oder anderes verbotenes Verhalten überwachen. Manche Kameras messen ein Fahrzeug an einem einzelnen Punkt, während Systeme wie die Abschnittskontrolle die Durchschnittsgeschwindigkeit über eine längere Strecke bestimmen. Welche Kameras eingesetzt werden, welche Verstöße sie erfassen und wie die Ahndung erfolgt, unterscheidet sich zwischen Ländern.
221. Doppelkurve
Eine Doppelkurve ist ein Straßenabschnitt mit zwei unmittelbar aufeinanderfolgenden Kurven in entgegengesetzte Richtungen. Die erste Kurve kann nach links und anschließend nach rechts verlaufen oder umgekehrt.
Dasselbe Warnzeichen kann auch auf eine längere Folge von Kurven hinweisen. Fahrer sollten vor der ersten Kurve die Geschwindigkeit reduzieren, in ihrer Fahrspur bleiben und damit rechnen, dass die folgenden Kurven unterschiedliche Richtung, Schärfe und Länge haben.
222. Unfall
Ein Unfall ist ein unerwartetes Ereignis mit einem oder mehreren Verkehrsteilnehmern, bei dem Sachschaden, Verletzungen oder beides entstehen. Nach einem Verkehrsunfall hat Sicherheit Vorrang: anhalten, die Unfallstelle sichern, verletzten Personen soweit möglich helfen und bei Bedarf die Rettungsdienste verständigen. Fahrer sollten zusätzliche Gefahren vermeiden, die erforderlichen Informationen austauschen und die örtlichen Meldevorschriften beachten. Bei schweren Unfällen kann vorgeschrieben sein, dass Fahrzeuge bis zum Eintreffen der Polizei an ihrer Position bleiben.
223. Verletzungen
Verletzungen nach einem Verkehrsunfall können von kleinen Schnitt- und Schürfwunden bis zu schweren oder lebensbedrohlichen Verletzungen reichen. Vorrang hat, weitere Gefahren zu verhindern, bei Bedarf den Notruf zu wählen und im Rahmen der eigenen Fähigkeiten geeignete Hilfe zu leisten. Eine schwer verletzte Person sollte nicht unnötig bewegt werden, wenn eine Kopf-, Hals- oder Wirbelsäulenverletzung möglich ist, außer wenn unmittelbare Gefahr besteht. Anweisungen der Leitstelle oder geschulter Helfer sind zu befolgen. Auch scheinbar leichte Verletzungen können eine medizinische Untersuchung erfordern, weil Symptome verzögert auftreten können.
224. Nasenbluten
Nasenbluten ist eine Blutung aus einem oder beiden Nasenlöchern und entsteht meist durch kleine Blutgefäße in der Nase. Die meisten Fälle sind harmlos, können einen Fahrer jedoch ablenken und die Weiterfahrt unsicher machen. Beginnt Nasenbluten während der Fahrt, sollte man möglichst an einer sicheren Stelle anhalten. Aufrecht sitzen, leicht nach vorn beugen und den weichen Teil der Nase etwa 10–15 Minuten ohne Unterbrechung zusammendrücken. Den Kopf nicht nach hinten legen, da Blut in den Rachen laufen kann. Bei starker Blutung, nach einer schweren Verletzung oder wenn die Blutung nicht aufhört, ist medizinische Hilfe erforderlich.
225. Schäden
Schäden nach einem Verkehrsunfall können Fahrzeuge, Straßeninfrastruktur oder anderes Eigentum betreffen. Sie reichen von kleinen Kratzern oder Beulen bis zu schweren Beschädigungen, die ein Fahrzeug fahruntauglich machen. Bei einem Unfall mit reinem Sachschaden sollten Fahrer die Stelle sichern, die erforderlichen Informationen austauschen, den Hergang dokumentieren und bei Bedarf die Versicherung informieren. Ein beschädigtes Fahrzeug darf nicht weitergefahren werden, wenn Mängel an Beleuchtung, Reifen, Lenkung, Bremsen, Scheiben oder anderen sicherheitsrelevanten Teilen die Weiterfahrt unsicher machen.

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