VerkehrszeichenIrland

Lerne Verkehrsregeln mit klaren Erklärungen und visuellen Beispielen in unserem illustrierten Buch – einfach, verständlich und anschaulich.


126. Erste Hilfe

Erste Hilfe ist die unmittelbare Unterstützung einer verletzten oder plötzlich erkrankten Person, bevor professionelle medizinische Hilfe verfügbar ist. Sie soll Leben erhalten, eine Verschlechterung des Zustands verhindern und die Genesung unterstützen.

Bei einem Verkehrsunfall beginnt Erste Hilfe damit, die Unfallstelle abzusichern, den Zustand der betroffenen Person einzuschätzen und erforderlichenfalls den Rettungsdienst zu verständigen. Helfer sollten sich auf Maßnahmen beschränken, die sie sicher ausführen können.

Erste Hilfe

127. Beton-Schutzwand mit Stufenprofil

Eine Beton-Schutzwand mit Stufenprofil ist eine Fahrzeugrückhalteeinrichtung aus Beton mit abgestuftem oder geneigtem Seitenprofil. Sie wird entlang von Straßen oder in Mittelstreifen eingesetzt, um Fahrzeuge, die ihre vorgesehene Fahrbahn verlassen, zurückzuhalten und umzulenken und das Risiko zu verringern, in den Gegenverkehr oder zu gefährlichen Hindernissen am Straßenrand zu gelangen.

Solche Betonbarrieren können vor Ort gegossen oder aus miteinander verbundenen Fertigteilen hergestellt werden. Rückhaltestufe, Aufprallverhalten und zulässige Verschiebung hängen vom jeweiligen Barrierensystem und seiner Installation ab.

Beton-Schutzwand mit Stufenprofil

128. Absperrungen

Absperrungen sind physische Einrichtungen zum Sperren, Begrenzen, Führen oder Trennen von Verkehr. Sie können Verkehrsteilnehmer schützen, Straßen oder Fahrstreifen schließen, Zufahrten kontrollieren, Gegenverkehr trennen oder Personen und Arbeitsbereiche vor fahrenden Fahrzeugen abschirmen.

Straßenabsperrungen können dauerhaft oder vorübergehend sein und Tore, Schranken, Betonbarrieren, bewegliche Barrieren und andere Rückhalte- oder Sperrsysteme umfassen. Fahrer müssen Absperrungen beachten und dürfen sie nicht passieren, wenn sie anzeigen, dass eine Straße oder ein Bereich gesperrt ist.

Absperrungen

129. Fahrzeugbeleuchtung

Fahrzeugbeleuchtung umfasst Leucht- und Signaleinrichtungen am Fahrzeug, die dem Fahrer das Sehen ermöglichen, das Fahrzeug sichtbar machen und anderen Verkehrsteilnehmern Absichten mitteilen. Dazu gehören Abblend- und Fernlicht, Begrenzungsleuchten, Tagfahrlicht, Rückleuchten, Bremsleuchten, Blinker, Rückfahrleuchten, Nebelleuchten und Warnblinkanlage.

Fahrer sollten die für Sicht-, Wetter- und Verkehrsbedingungen geeignete Beleuchtung verwenden. Leuchten müssen sauber und funktionsfähig gehalten werden; Leuchten, die andere Verkehrsteilnehmer blenden können, dürfen nur verwendet werden, wenn dies zulässig ist.

130. Straßenbeleuchtung

Straßenbeleuchtung besteht aus fest installierten Leuchten zur Beleuchtung von Straßen, Kreuzungen, Übergängen, Gehwegen und anderen öffentlichen Verkehrsflächen bei Dunkelheit. Sie verbessert die Sicht auf Fahrbahn, Verkehrsteilnehmer und mögliche Gefahren.

Straßenbeleuchtung ersetzt nicht die Pflicht des Fahrers, die vorgeschriebene Fahrzeugbeleuchtung zu benutzen oder die Geschwindigkeit der Sichtweite anzupassen. Die Beleuchtungsstärke kann zwischen Straßen stark variieren; manche Straßen sind nur teilweise oder gar nicht beleuchtet.

Straßenbeleuchtung

131. Abblendlicht

Abblendlicht ist die nach unten gerichtete Einstellung der Fahrzeugscheinwerfer. Es beleuchtet die Straße voraus und richtet das Licht so aus, dass Fahrer und andere Verkehrsteilnehmer möglichst wenig geblendet werden.

Abblendlicht wird normalerweise bei Dunkelheit, schlechter Sicht und immer dann verwendet, wenn Fernlicht andere Verkehrsteilnehmer blenden könnte. Es leuchtet weniger weit als Fernlicht, eignet sich aber für normales Fahren bei Verkehr in der Nähe.

Abblendlicht

132. Fernlicht

Fernlicht ist die Scheinwerfereinstellung, die die Straße weit voraus beleuchtet. Es bietet eine stärkere und weiter reichende Ausleuchtung als Abblendlicht, kann andere Verkehrsteilnehmer bei falscher Verwendung jedoch blenden.

Fernlicht ist vor allem auf dunklen Straßen ohne nahe Verkehrsteilnehmer sinnvoll, die geblendet werden könnten. Fahrer müssen auf Abblendlicht wechseln, wenn dies aufgrund der Verkehrslage oder nationaler Vorschriften erforderlich ist.

Fernlicht

133. Nebelleuchten

Nebelleuchten sind Fahrzeugleuchten für Bedingungen, in denen die Sicht durch Nebel, Schnee oder anderes starkes Schlechtwetter erheblich eingeschränkt ist. Nebelscheinwerfer beleuchten den Bereich unmittelbar vor dem Fahrzeug in geringer Höhe, während Nebelschlussleuchten das Fahrzeug für von hinten kommende Verkehrsteilnehmer besser sichtbar machen.

Nebelleuchten sollten nur unter den nach örtlichem Recht zulässigen Bedingungen verwendet werden. Nebelschlussleuchten sind besonders hell und können nachfolgende Fahrer bei guter Sicht blenden oder ablenken.

134. Nebelscheinwerfer

Nebelscheinwerfer sind tief angebrachte Fahrzeugleuchten, die bei durch Nebel, Schnee oder starken Regen eingeschränkter Sicht den Bereich unmittelbar vor dem Fahrzeug besser ausleuchten sollen. Ihr Lichtkegel ist gewöhnlich breit und niedrig auf die Fahrbahn gerichtet.

Nebelscheinwerfer sollten nur unter den Wetterbedingungen verwendet werden, die nach örtlichem Verkehrsrecht zulässig sind. Sie sind Zusatzleuchten und sollten bei normaler Sicht nicht unnötig eingeschaltet werden.

Nebelscheinwerfer

135. Nebelschlussleuchten

Nebelschlussleuchten sind helle rote Leuchten am Fahrzeugheck, die das Fahrzeug bei stark eingeschränkter Sicht für nachfolgende Verkehrsteilnehmer besser sichtbar machen. Sie sind deutlich heller als normale Rückleuchten.

Da Nebelschlussleuchten Fahrer dahinter blenden oder ablenken können, sollten sie nur unter den nach örtlichem Verkehrsrecht zulässigen Wetterbedingungen verwendet und bei besserer Sicht ausgeschaltet werden.

Nebelschlussleuchten

136. Begrenzungsleuchten

Begrenzungsleuchten, auch Positionsleuchten genannt, sind schwache Fahrzeugleuchten, die ein Fahrzeug sichtbar machen und seine Anwesenheit sowie ungefähre Breite anzeigen. Anders als Abblend- oder Fernlicht sind sie nicht dafür ausgelegt, die Straße für normales Fahren bei Nacht ausreichend weit auszuleuchten.

Begrenzungsleuchten werden häufig zusammen mit anderer Fahrzeugbeleuchtung verwendet und können auch dazu dienen, ein stehendes oder geparktes Fahrzeug bei Dunkelheit sichtbar zu machen. Ihre vorgeschriebene Verwendung richtet sich nach nationalem Verkehrsrecht.

Begrenzungsleuchten

137. Blinker

Blinker, auch Fahrtrichtungsanzeiger genannt, sind blinkende Leuchten, mit denen ein Fahrer seine Absicht zum Abbiegen oder seitlichen Versetzen, etwa bei einem Fahrstreifenwechsel, ankündigt. Sie blinken gewöhnlich auf der Seite, zu der sich das Fahrzeug bewegen soll.

Blinker sollten früh genug eingeschaltet werden, damit andere Verkehrsteilnehmer rechtzeitig informiert sind, und nach Abschluss des Manövers ausgeschaltet werden. Das Blinken verleiht dem Fahrer weder Vorfahrt noch die Erlaubnis zu einem unsicheren Manöver.

Blinker

138. Warnblinkanlage

Die Warnblinkanlage lässt alle Fahrtrichtungsanzeiger eines Fahrzeugs gleichzeitig blinken. Sie warnt andere Verkehrsteilnehmer davor, dass das Fahrzeug oder die Verkehrssituation eine ungewöhnliche oder unmittelbare Gefahr darstellt.

Warnblinker können nach einer Panne, einem Unfall oder zur Warnung des nachfolgenden Verkehrs vor einer plötzlichen Gefahr angemessen sein. Sie sollten normalerweise nicht als Ersatz für ordnungsgemäßes Parken, korrektes Blinken oder vorgeschriebene Fahrzeugbeleuchtung verwendet werden.

Warnblinkanlage

139. Kontrollleuchten

Kontrollleuchten sind beleuchtete Symbole und Anzeigen im Kombiinstrument eines Fahrzeugs, die Informationen über Fahrzeugbetrieb, Systeme und mögliche Störungen geben. Sie können Funktionen wie Scheinwerfer, Blinker, Kraftstoffstand, Motorzustand, Reifendruck, Bremssysteme und Sicherheitsausrüstung anzeigen.

Kontrollleuchten verwenden häufig verschiedene Farben zur Kennzeichnung ihrer Bedeutung. Grün oder Blau zeigt meist an, dass ein System aktiv ist, Gelb oder Orange weist gewöhnlich darauf hin, dass Aufmerksamkeit erforderlich sein kann, und Rot warnt häufig vor einem ernsten Zustand, der schnelles Handeln erfordert.

140. Fahrradbeleuchtung

Fahrradbeleuchtung bezeichnet die an einem Fahrrad angebrachten Leuchten und Reflektoren, die dem Fahrer helfen zu sehen und gesehen zu werden, insbesondere bei schwachem Licht oder Dunkelheit. Sie ist für die Sicherheit wichtig und häufig gesetzlich vorgeschrieben.

Fahrradbeleuchtung

141. Fahrradklingel

Eine Fahrradklingel ist eine kleine Schalleinrichtung, die gewöhnlich am Lenker eines Fahrrads angebracht ist und dazu dient, Fußgänger, andere Radfahrer oder Fahrzeuge auf die eigene Anwesenheit aufmerksam zu machen. In vielen Ländern oder Städten ist eine funktionsfähige Klingel auf öffentlichen Straßen und Radwegen gesetzlich vorgeschrieben. Sie ist ein kleines, aber wirksames Hilfsmittel für Sicherheit und Rücksichtnahme – ähnlich einer Hupe am Fahrrad, nur freundlicher.

Fahrradklingel

142. Lichthupe

Bei der Lichthupe schaltet ein Fahrer das Fernlicht seines Fahrzeugs kurz ein und wieder aus, um anderen Verkehrsteilnehmern ein Signal zu geben. Sie sollte klar und vorsichtig eingesetzt werden – nicht zu schnell oder aggressiv, und nicht bei Nebel, starkem Regen oder nachts, wenn andere dadurch geblendet werden könnten.

Lichthupe

143. Sicherheitsgurt

Ein Sicherheitsgurt ist ein Rückhaltesystem, das einen Fahrzeuginsassen bei starkem Bremsen oder einem Unfall sicher auf seinem Sitz halten soll. Er hilft, das Risiko zu verringern, dass der Insasse gegen Teile des Fahrzeuginnenraums prallt oder aus dem Fahrzeug geschleudert wird.

Ein Sicherheitsgurt sollte eng am Körper anliegen, wobei der Beckengurt tief über den Hüften und der Schultergurt über der Brust verläuft. Er darf nicht verdreht, hinter dem Rücken geführt oder so verwendet werden, dass seine Schutzwirkung verringert wird.

Sicherheitsgurt

144. Kinderrückhaltesysteme

Kinderrückhaltesysteme sind Sicherheitssysteme zum Schutz von Kindern in Fahrzeugen. Dazu gehören rückwärtsgerichtete und vorwärtsgerichtete Kindersitze sowie Sitzerhöhungen, die ein Kind entsprechend seiner Größe und den Vorgaben des Rückhaltesystems positionieren und sichern.

Ein Kinderrückhaltesystem sollte für Kind und Fahrzeug geeignet, nach den Herstelleranweisungen eingebaut und bei jeder Fahrt korrekt gesichert werden. Rückwärtsgerichtete Rückhaltesysteme dürfen niemals vor einem aktiven Frontairbag angebracht werden.

145. Kopfstützen

Kopfstützen sind Sicherheitseinrichtungen im Fahrzeug, die bei einem Unfall die rückwärtige Bewegung des Kopfes im Verhältnis zum Körper begrenzen sollen. Sie helfen, das Risiko von Verletzungen an Hals und Halswirbelsäule insbesondere bei Heckaufprällen zu reduzieren.

Eine verstellbare Kopfstütze sollte so eingestellt sein, dass sie den Hinterkopf und nicht den Nacken stützt und sich möglichst nahe am Kopf befindet. Fahrer und Fahrgäste sollten sie vor Fahrtbeginn an ihre Körpergröße anpassen.

146. Airbag

Ein Airbag ist eine Fahrzeugsicherheitseinrichtung, die sich bei bestimmten Unfällen sehr schnell aufbläst, um das Risiko zu verringern, dass ein Insasse gegen Lenkrad, Armaturenbrett, Türen oder andere Teile des Fahrzeuginnenraums prallt. Fahrzeuge können Front-, Seiten-, Kopf- oder andere Airbags besitzen.

Airbags sind Teil eines ergänzenden Rückhaltesystems (SRS) und sollen mit Sicherheitsgurten zusammenwirken, sie aber nicht ersetzen. Insassen sollten korrekt sitzen, Sicherheitsgurte tragen und die Herstellerhinweise zu Airbags und Kinderrückhaltesystemen beachten.

147. ABS

ABS (Antiblockiersystem) ist ein aktives Sicherheitssystem, das verhindert, dass die Räder eines Fahrzeugs bei starkem Bremsen blockieren. Es regelt automatisch den Bremsdruck an einzelnen Rädern, damit sie sich ausreichend weiterdrehen und das Fahrzeug lenkbar bleibt.

Wenn ABS arbeitet, kann der Fahrer schnelles Pulsieren oder Vibrieren im Bremspedal spüren. Er sollte normalerweise den Bremsdruck kräftig beibehalten und weiter in eine sichere Richtung lenken, statt die Bremse wiederholt zu lösen und erneut zu betätigen.

ABS

148. ESP

ESP (Elektronisches Stabilitätsprogramm), auch Electronic Stability Control (ESC), ist ein aktives Sicherheitssystem, das Schleudern oder den Verlust der Fahrtrichtung verhindern helfen soll. Es vergleicht die vom Fahrer gewünschte Richtung mit der tatsächlichen Fahrzeugbewegung und kann eingreifen, wenn Instabilität erkannt wird.

ESP kann einzelne Räder automatisch abbremsen und je nach Fahrzeug die Motorleistung reduzieren, um das Fahrzeug wieder näher an die gewünschte Spur zu bringen. Das System arbeitet innerhalb der Grenzen der Reifenhaftung und kann überhöhte Geschwindigkeit oder sehr rutschige Bedingungen nicht ausgleichen.

ESP

149. Traktionskontrolle

Die Traktionskontrolle (TCS) ist ein aktives Sicherheitssystem, das übermäßiges Durchdrehen der angetriebenen Räder beim Beschleunigen verhindern hilft. Erkennt das System Traktionsverlust, kann es die Motorleistung reduzieren, ein oder mehrere Räder abbremsen oder beides kombinieren.

Traktionskontrolle ist besonders beim Beschleunigen auf nassen, vereisten, verschneiten oder losen Oberflächen nützlich. Sie hilft dem Fahrzeug, die vorhandene Reifenhaftung besser zu nutzen, kann jedoch keine Haftung erzeugen, wo kaum oder keine vorhanden ist.

Traktionskontrolle

150. Helm

Ein Helm ist eine Kopfschutzausrüstung, die das Risiko und die Schwere von Kopfverletzungen bei einem Zusammenstoß oder Sturz verringern soll. Unterschiedliche Helme sind für Motorräder, Mopeds, Fahrräder und andere Aktivitäten ausgelegt und können bestimmten Sicherheitsnormen unterliegen.

Ob ein Helm vorgeschrieben ist, hängt von Land, Fahrzeugkategorie, Fahrer und teilweise vom Alter ab. Ein Helm sollte für seinen Zweck geeignet, korrekt angepasst und sicher befestigt sein, damit er den vorgesehenen Schutz bieten kann.

Helm