VerkehrszeichenNeuseeland
126. Nebelleuchten
Nebelleuchten sind Fahrzeugleuchten für Bedingungen, in denen die Sicht durch Nebel, Schnee oder anderes starkes Schlechtwetter erheblich eingeschränkt ist. Nebelscheinwerfer beleuchten den Bereich unmittelbar vor dem Fahrzeug in geringer Höhe, während Nebelschlussleuchten das Fahrzeug für von hinten kommende Verkehrsteilnehmer besser sichtbar machen.
Nebelleuchten sollten nur unter den nach örtlichem Recht zulässigen Bedingungen verwendet werden. Nebelschlussleuchten sind besonders hell und können nachfolgende Fahrer bei guter Sicht blenden oder ablenken.
127. Nebelscheinwerfer
Nebelscheinwerfer sind tief angebrachte Fahrzeugleuchten, die bei durch Nebel, Schnee oder starken Regen eingeschränkter Sicht den Bereich unmittelbar vor dem Fahrzeug besser ausleuchten sollen. Ihr Lichtkegel ist gewöhnlich breit und niedrig auf die Fahrbahn gerichtet.
Nebelscheinwerfer sollten nur unter den Wetterbedingungen verwendet werden, die nach örtlichem Verkehrsrecht zulässig sind. Sie sind Zusatzleuchten und sollten bei normaler Sicht nicht unnötig eingeschaltet werden.
128. Nebelschlussleuchten
Nebelschlussleuchten sind helle rote Leuchten am Fahrzeugheck, die das Fahrzeug bei stark eingeschränkter Sicht für nachfolgende Verkehrsteilnehmer besser sichtbar machen. Sie sind deutlich heller als normale Rückleuchten.
Da Nebelschlussleuchten Fahrer dahinter blenden oder ablenken können, sollten sie nur unter den nach örtlichem Verkehrsrecht zulässigen Wetterbedingungen verwendet und bei besserer Sicht ausgeschaltet werden.
129. Begrenzungsleuchten
Begrenzungsleuchten, auch Positionsleuchten genannt, sind schwache Fahrzeugleuchten, die ein Fahrzeug sichtbar machen und seine Anwesenheit sowie ungefähre Breite anzeigen. Anders als Abblend- oder Fernlicht sind sie nicht dafür ausgelegt, die Straße für normales Fahren bei Nacht ausreichend weit auszuleuchten.
Begrenzungsleuchten werden häufig zusammen mit anderer Fahrzeugbeleuchtung verwendet und können auch dazu dienen, ein stehendes oder geparktes Fahrzeug bei Dunkelheit sichtbar zu machen. Ihre vorgeschriebene Verwendung richtet sich nach nationalem Verkehrsrecht.
130. Blinker
Blinker, auch Fahrtrichtungsanzeiger genannt, sind blinkende Leuchten, mit denen ein Fahrer seine Absicht zum Abbiegen oder seitlichen Versetzen, etwa bei einem Fahrstreifenwechsel, ankündigt. Sie blinken gewöhnlich auf der Seite, zu der sich das Fahrzeug bewegen soll.
Blinker sollten früh genug eingeschaltet werden, damit andere Verkehrsteilnehmer rechtzeitig informiert sind, und nach Abschluss des Manövers ausgeschaltet werden. Das Blinken verleiht dem Fahrer weder Vorfahrt noch die Erlaubnis zu einem unsicheren Manöver.
131. Warnblinkanlage
Die Warnblinkanlage lässt alle Fahrtrichtungsanzeiger eines Fahrzeugs gleichzeitig blinken. Sie warnt andere Verkehrsteilnehmer davor, dass das Fahrzeug oder die Verkehrssituation eine ungewöhnliche oder unmittelbare Gefahr darstellt.
Warnblinker können nach einer Panne, einem Unfall oder zur Warnung des nachfolgenden Verkehrs vor einer plötzlichen Gefahr angemessen sein. Sie sollten normalerweise nicht als Ersatz für ordnungsgemäßes Parken, korrektes Blinken oder vorgeschriebene Fahrzeugbeleuchtung verwendet werden.
132. Kontrollleuchten
Kontrollleuchten sind beleuchtete Symbole und Anzeigen im Kombiinstrument eines Fahrzeugs, die Informationen über Fahrzeugbetrieb, Systeme und mögliche Störungen geben. Sie können Funktionen wie Scheinwerfer, Blinker, Kraftstoffstand, Motorzustand, Reifendruck, Bremssysteme und Sicherheitsausrüstung anzeigen.
Kontrollleuchten verwenden häufig verschiedene Farben zur Kennzeichnung ihrer Bedeutung. Grün oder Blau zeigt meist an, dass ein System aktiv ist, Gelb oder Orange weist gewöhnlich darauf hin, dass Aufmerksamkeit erforderlich sein kann, und Rot warnt häufig vor einem ernsten Zustand, der schnelles Handeln erfordert.
133. Fahrradbeleuchtung
Fahrradbeleuchtung bezeichnet die an einem Fahrrad angebrachten Leuchten und Reflektoren, die dem Fahrer helfen zu sehen und gesehen zu werden, insbesondere bei schwachem Licht oder Dunkelheit. Sie ist für die Sicherheit wichtig und häufig gesetzlich vorgeschrieben.
134. Fahrradklingel
Eine Fahrradklingel ist eine kleine Schalleinrichtung, die gewöhnlich am Lenker eines Fahrrads angebracht ist und dazu dient, Fußgänger, andere Radfahrer oder Fahrzeuge auf die eigene Anwesenheit aufmerksam zu machen. In vielen Ländern oder Städten ist eine funktionsfähige Klingel auf öffentlichen Straßen und Radwegen gesetzlich vorgeschrieben. Sie ist ein kleines, aber wirksames Hilfsmittel für Sicherheit und Rücksichtnahme – ähnlich einer Hupe am Fahrrad, nur freundlicher.
135. Lichthupe
Bei der Lichthupe schaltet ein Fahrer das Fernlicht seines Fahrzeugs kurz ein und wieder aus, um anderen Verkehrsteilnehmern ein Signal zu geben. Sie sollte klar und vorsichtig eingesetzt werden – nicht zu schnell oder aggressiv, und nicht bei Nebel, starkem Regen oder nachts, wenn andere dadurch geblendet werden könnten.
136. Sicherheitsgurt
Ein Sicherheitsgurt ist ein Rückhaltesystem, das einen Fahrzeuginsassen bei starkem Bremsen oder einem Unfall sicher auf seinem Sitz halten soll. Er hilft, das Risiko zu verringern, dass der Insasse gegen Teile des Fahrzeuginnenraums prallt oder aus dem Fahrzeug geschleudert wird.
Ein Sicherheitsgurt sollte eng am Körper anliegen, wobei der Beckengurt tief über den Hüften und der Schultergurt über der Brust verläuft. Er darf nicht verdreht, hinter dem Rücken geführt oder so verwendet werden, dass seine Schutzwirkung verringert wird.
137. Kinderrückhaltesysteme
Kinderrückhaltesysteme sind Sicherheitssysteme zum Schutz von Kindern in Fahrzeugen. Dazu gehören rückwärtsgerichtete und vorwärtsgerichtete Kindersitze sowie Sitzerhöhungen, die ein Kind entsprechend seiner Größe und den Vorgaben des Rückhaltesystems positionieren und sichern.
Ein Kinderrückhaltesystem sollte für Kind und Fahrzeug geeignet, nach den Herstelleranweisungen eingebaut und bei jeder Fahrt korrekt gesichert werden. Rückwärtsgerichtete Rückhaltesysteme dürfen niemals vor einem aktiven Frontairbag angebracht werden.
138. Kopfstützen
Kopfstützen sind Sicherheitseinrichtungen im Fahrzeug, die bei einem Unfall die rückwärtige Bewegung des Kopfes im Verhältnis zum Körper begrenzen sollen. Sie helfen, das Risiko von Verletzungen an Hals und Halswirbelsäule insbesondere bei Heckaufprällen zu reduzieren.
Eine verstellbare Kopfstütze sollte so eingestellt sein, dass sie den Hinterkopf und nicht den Nacken stützt und sich möglichst nahe am Kopf befindet. Fahrer und Fahrgäste sollten sie vor Fahrtbeginn an ihre Körpergröße anpassen.
139. Airbag
Ein Airbag ist eine Fahrzeugsicherheitseinrichtung, die sich bei bestimmten Unfällen sehr schnell aufbläst, um das Risiko zu verringern, dass ein Insasse gegen Lenkrad, Armaturenbrett, Türen oder andere Teile des Fahrzeuginnenraums prallt. Fahrzeuge können Front-, Seiten-, Kopf- oder andere Airbags besitzen.
Airbags sind Teil eines ergänzenden Rückhaltesystems (SRS) und sollen mit Sicherheitsgurten zusammenwirken, sie aber nicht ersetzen. Insassen sollten korrekt sitzen, Sicherheitsgurte tragen und die Herstellerhinweise zu Airbags und Kinderrückhaltesystemen beachten.
140. ABS
ABS (Antiblockiersystem) ist ein aktives Sicherheitssystem, das verhindert, dass die Räder eines Fahrzeugs bei starkem Bremsen blockieren. Es regelt automatisch den Bremsdruck an einzelnen Rädern, damit sie sich ausreichend weiterdrehen und das Fahrzeug lenkbar bleibt.
Wenn ABS arbeitet, kann der Fahrer schnelles Pulsieren oder Vibrieren im Bremspedal spüren. Er sollte normalerweise den Bremsdruck kräftig beibehalten und weiter in eine sichere Richtung lenken, statt die Bremse wiederholt zu lösen und erneut zu betätigen.
141. ESP
ESP (Elektronisches Stabilitätsprogramm), auch Electronic Stability Control (ESC), ist ein aktives Sicherheitssystem, das Schleudern oder den Verlust der Fahrtrichtung verhindern helfen soll. Es vergleicht die vom Fahrer gewünschte Richtung mit der tatsächlichen Fahrzeugbewegung und kann eingreifen, wenn Instabilität erkannt wird.
ESP kann einzelne Räder automatisch abbremsen und je nach Fahrzeug die Motorleistung reduzieren, um das Fahrzeug wieder näher an die gewünschte Spur zu bringen. Das System arbeitet innerhalb der Grenzen der Reifenhaftung und kann überhöhte Geschwindigkeit oder sehr rutschige Bedingungen nicht ausgleichen.
142. Traktionskontrolle
Die Traktionskontrolle (TCS) ist ein aktives Sicherheitssystem, das übermäßiges Durchdrehen der angetriebenen Räder beim Beschleunigen verhindern hilft. Erkennt das System Traktionsverlust, kann es die Motorleistung reduzieren, ein oder mehrere Räder abbremsen oder beides kombinieren.
Traktionskontrolle ist besonders beim Beschleunigen auf nassen, vereisten, verschneiten oder losen Oberflächen nützlich. Sie hilft dem Fahrzeug, die vorhandene Reifenhaftung besser zu nutzen, kann jedoch keine Haftung erzeugen, wo kaum oder keine vorhanden ist.
143. Helm
Ein Helm ist eine Kopfschutzausrüstung, die das Risiko und die Schwere von Kopfverletzungen bei einem Zusammenstoß oder Sturz verringern soll. Unterschiedliche Helme sind für Motorräder, Mopeds, Fahrräder und andere Aktivitäten ausgelegt und können bestimmten Sicherheitsnormen unterliegen.
Ob ein Helm vorgeschrieben ist, hängt von Land, Fahrzeugkategorie, Fahrer und teilweise vom Alter ab. Ein Helm sollte für seinen Zweck geeignet, korrekt angepasst und sicher befestigt sein, damit er den vorgesehenen Schutz bieten kann.
144. Fahrradhelm
Ein Fahrradhelm ist eine Kopfschutzausrüstung, die das Risiko und die Schwere von Kopfverletzungen bei einem Sturz oder Unfall eines Radfahrers verringern soll. Er besteht gewöhnlich aus einer stoßabsorbierenden Innenschale, einer Außenschale und einem Haltesystem, das den Helm sicher am Kopf hält.
Ein Fahrradhelm sollte richtig passen, waagerecht auf dem Kopf sitzen und sicher befestigt sein. Ein beschädigter Helm sollte ersetzt werden, weil seine Schutzwirkung auch dann beeinträchtigt sein kann, wenn Schäden nicht sofort sichtbar sind.
145. Freisprecheinrichtung
Freisprechen bedeutet, ein Telefon oder Kommunikationssystem zu benutzen, ohne das Gerät in der Hand zu halten. Dies kann über das eingebaute Fahrzeugsystem, ein Headset, Ohrhörer, Sprachsteuerung oder ein Telefon in einer geeigneten Halterung erfolgen.
Freisprechen verringert die Notwendigkeit, ein Gerät körperlich zu bedienen, aber ein Gespräch oder eine Interaktion kann den Fahrer trotzdem ablenken. Fahrer sollten die Gerätenutzung daher möglichst gering halten und ihre Aufmerksamkeit auf die Straße richten.
146. Smartphone
Ein Smartphone ist ein mobiles elektronisches Gerät, das Telefonie, Nachrichten, Internet, Navigation, Kamera und Anwendungen kombiniert. Im Verkehr kann ein Smartphone nützliche Funktionen wie Navigation oder Freisprechkommunikation bereitstellen, zugleich aber erhebliche visuelle, manuelle und mentale Ablenkung verursachen.
Fahrer sollten ein Smartphone während der Fahrt weder in die Hand nehmen noch längere Zeit ansehen. Soweit seine Nutzung erlaubt ist, sollte das Gerät entsprechend den örtlichen Verkehrsregeln positioniert und bedient werden, ohne die sichere Fahrzeugkontrolle zu beeinträchtigen.
147. GPS
GPS (Global Positioning System) ist ein satellitengestütztes Ortungs- und Navigationssystem, mit dem ein kompatibles Gerät seine Position bestimmen kann. In Fahrzeugen kann GPS-Navigation Positionsdaten mit digitalen Karten kombinieren, um Routen zu berechnen und optische oder gesprochene Hinweise zu geben.
Fahrer sollten ihr Ziel möglichst vor Fahrtbeginn einstellen und unnötige Bedienung des Navigationssystems während der Fahrt vermeiden. GPS-Anweisungen sind nur Hinweise und dürfen niemals befolgt werden, wenn sie Verkehrszeichen, Verkehrsregeln oder den tatsächlichen Straßenverhältnissen widersprechen.
148. Bremse
Eine Bremse ist ein Fahrzeugsystem zum Verringern der Geschwindigkeit, zum Anhalten oder zum Festhalten eines stehenden Fahrzeugs. Die meisten Straßenfahrzeuge verwenden Reibungsbremsen an den Rädern; Elektro- und Hybridfahrzeuge können zusätzlich Rekuperationsbremsung nutzen, um beim Verzögern Energie zurückzugewinnen.
Das Bremssystem muss funktionsfähig gehalten werden. Verschlissene Bremsenteile, Überhitzung, technische Defekte oder geringe Reifenhaftung können den Bremsweg verlängern und die sichere Fahrzeugkontrolle beeinträchtigen.
149. Handbremse
Eine Handbremse, gewöhnlich auch Feststellbremse genannt, ist ein Bremssystem, das ein abgestelltes Fahrzeug gegen Wegrollen sichert. Traditionelle Systeme verwenden einen handbetätigten Hebel, während moderne Fahrzeuge eine fußbetätigte oder elektronische Feststellbremse haben können.
Die Feststellbremse sollte beim Parken sicher angezogen werden, besonders an Gefällen oder Steigungen. Sie arbeitet getrennt von der normalen Betriebsbremse, sodass das Fahrzeug auch ohne anwesenden Fahrer stehen bleiben kann.
150. Bremsflüssigkeit
Bremsflüssigkeit ist eine Hydraulikflüssigkeit, die in vielen Fahrzeugbremsanlagen die Kraft vom Bremspedal durch das Hydrauliksystem zu den Radbremsen überträgt. Sie muss hohen Temperaturen standhalten und geeignete hydraulische Eigenschaften für zuverlässiges Bremsen bewahren.
Füllstand und Zustand der Bremsflüssigkeit sollten nach den Vorgaben des Fahrzeugherstellers geprüft werden. Es darf nur die vorgeschriebene Bremsflüssigkeit verwendet werden, da inkompatible oder verunreinigte Flüssigkeit die Funktion der Bremsanlage beeinträchtigen kann.

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